Informationen zum Sozialkompetenz-Training-Symyou® sowie zu dessen Workshops und Wochenendgruppen 

 

Beschreibung des  Sozialkompetenz-Training-Symyou®

 

Informationen zum Sozialkompetenz-Training-Symyou®


Verfasser des Sozialkompetenz-Training-Symyou®    Ulrich Floßdorf   Dokumentiert am 20.01.2004  (Stand 01.01.2016)

 

 

Inhaltsangabe

ALLES AUF EINEN BLICK

Vorwort

 

1. An wen richtet sich das Sozialkompetenztraining?

 

2. Ziele der Maßnahme

 

Das Aufnahmeverfahren

Ausschlusskriterien sind

 

3. Programminhalte des Trainings

 

4. Struktur/Rahmenbedingungen

  1. Vorgespräche
  2. Aufnahmegespräch
  3. Wochenendgruppe
  4. Einzelgespräche
  5. Kleingruppen

 

Ablauf eines Wochenendes

 

Wochenendtraining

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Körpersprache

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus dem Psychodrama

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Bioenergetischen Körperarbeit

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Primärtherapie 

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus dem Encounter

  

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Verhaltenstherapie

 

Verfahren der Verhaltenstherapie sind unter anderem

 

Eingesetzte Techniken der Meditation

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Klientenzentrierten Gesprächstherapie

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Aufstellung

 

Eingesetzte Technik des Sharing und der Mitteilungsrunde

 

Kleingruppe

 

Trainer-Assistenten

 

Angewandte Methoden

 

Die Angebote von Symyou

 

Begleitet wird das ganze Training durch ein intensives pädagogisches und therapeutisches Setting

 

Qualitätssicherung

 

Teamqualifikation

Vertrag mit den Teilnehmern

 

 

Vorwort

Symyou ist das Training für Leute, die schwierige zwischenmenschliche Situationen meistern können und obendrein noch souverän bleiben wollen.

Das, was unser Symyou-Training zu etwas Besonderem macht ist die soziale INKLUSION.

Laut Wikipedia: ist   „die Forderung nach sozialer Inklusion (ist) verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen.

Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können.(Auszug aus Wikipedia)

Inklusion heißt bei uns umgesetzt, dass wir bei der Auswahl unserer Teilnehmer keine Präferenzen in irgendeiner Richtung setzen. So sind bei uns ohne Unterschied sämtliche Altersgruppen vertreten. Genau so wenig spielen bei uns Geschlecht, Gender oder Familienstand eine Rolle, bzw. machen wir keinen Unterschied, ob ein Teilnehmer der alteingesessenen Bevölkerung angehört, oder, ob er (oder sie) Migrationshintergrund mitbringt, oder ob er eine fest definierte Nationalität besitzt, oder ein echter Multikulti mit Wurzeln in sämtlichen Erdteilen ist. Großen Wert hingegen legen wir darauf auch Teilnehmer mit Hochschulabschluss/Abitur bzw. solche, die erfolgreich im Leben stehen, bei uns zu haben. Sie gewähren gemeinsam mit den anderen Teilnehmern eine ausgewogene Gruppenmischung und spiegeln unsere Gesellschaft wieder.

Grundsätzlich jeder bzw. alle, die unsere demokratischen Grundwerte akzeptieren, sind bei uns herzlich willkommen und einen jeden werden wir als gleichwertig ansehen.

Unser Training begleiten Tutoren, die das Training als Teilnehmer selbst durchlaufen haben, die besondere fachliche wie menschliche Qualitäten mitbringen und die unsere Gruppen aktiv unterstützen.

Schließlich tragen unsere Tutoren durch ihre hohe und vielfältige Sachkompetenz, sowie ihre jahrelange Erfahrung zum Gelingen unseres Symyou-Trainings bei, wofür ihnen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich Dank gesagt sei.

 

 

  1. An wen richtet sich das Sozialkompetenztraining?

Das Sozialkompetenztraining richtet sich an junge Menschen ab 16 (wobei Ausnahmen möglich sind) und es ist nicht geschlechterspezifisch ausgelegt. Angesprochen werden sollen Menschen aus sämtlichen Berufs- und Bevölkerungsgruppen, sowie Menschen aller Nationalitäten mit deren jeweiligem interkulturellen Hintergrund, die entschlossen sind, ihre soziale Beziehungsfähigkeit, ihre Integrationsfähigkeit in Gruppen, ihre emotionale Intelligenz in der Eigen- wie in der Fremdwahrnehmung sowie ihr Verhalten im Konfliktfall signifikant verbessern wollen.

Die Trainingseinheiten, die während eines Jahres angeboten werden, arbeiten mit dem Umgang mit Gefühlen wie Wut, Angst, Enttäuschung, Hass oder Trauer, sowie mit den Formen von Gewalt, die sich daraus ergeben können: verbale Gewalt, körperliche Gewalt, psychische Gewalt, Gewalt gegen Frauen, gegen Kinder, gegen Minderheiten und kriegerische Gewalt. Zugleich gilt es die persönlichen Ressourcen der Teilnehmer, in erster Linie die Empathie, zu aktivieren, zu fördern oder zu stärken. Dabei ergeben sich im Bewusstsein und im Verhalten der Teilnehmer Veränderungen, die fühlbar gemacht werden. Die einzelnen Übungen dienen zur Bewusstwerdung individueller Ursachen von Gefühlen und machen die Folgen, die Gefühle haben können erkennbar. Denn, der konstruktive Umgang mit Gefühlen, und deren Beherrschung, gelten als die wichtigsten Schlüsselkompetenzen bei der wirksamen Prävention gegen zwischenmenschliche Gewalt in unserem Training. So wirksam der sichere Wegschluss von Waffen in dafür vorgesehene Schränke ist, so kontraproduktiv wirkt sich das Unterverschlusshalten von Gefühlen aus, die sich ebenso irrational wie explosionsartig, bisweilen mit schrecklichen Folgen für einen selbst und andere, entladen können.

Das gemeinsame Erlernen sozialer und emotionaler Kompetenz wird gefordert und gefördert durch die Heterogenität der Lerngruppen bezüglich Alter und Geschlecht, sowie der sozialen Herkunft ihrer Mitglieder. Die jungen Menschen müssen sich einerseits mit den Herausforderungen ihrer Umwelt auseinander setzen, andererseits sollen sie die Zugehörigkeit zu, das Vertrautsein mit, und den Schutz der Gruppe genießen können. Dies wären zumindest wesentliche Basis-Erfahrungen für ein konstruktives Zusammenleben in unserer modernen und komplexen Gesellschaft.

Psychische Belastungen und Beanspruchungen stellen gerade junge Menschen vor große Herausforderungen bei der Bewältigung ihres Alltags. Während sich zugleich deren Eltern oft überfordert fühlen, ihren Kindern zum einen die notwendige Sicherheit und Freiheit zu geben, zum anderen ihnen die notwendigen Grenzen zu setzen, bzw. ihnen diese aufzuzeigen.

Die Symyou-Trainingseinheiten unterstützen den toleranten, verständnisvollen und respektvollen Umgang zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Sie helfen ihnen, Probleme bewusst zu machen, diese gemeinsam zu lösen, Konflikte besser zu bewältigen und ihre Toleranz zu steigern. Die Teilnehmer gewinnen Sicherheit, sie reagieren entspannter, unmissverständlicher und souveräner. Der Stresspegel aller Beteiligten sinkt, während sich das psychische Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit steigern.

Wenn den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben ist, sich als respektierte Mitglieder einer Gruppe zu erleben, den Sinn von Regeln zu begreifen, wenn sie selbst geachtet werden bzw. andere achten, entsteht ein Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl. Gleichgültig welchem Kulturkreis die Teilnehmer angehören bzw. welcher sexuellen Ausrichtung sie sich zurechnen, kann man davon ausgehen, dass sich bei ihnen die Wahrscheinlichkeit neue soziale und persönliche Katastrophen zu durchleben, entscheidend verringert. Der individuelle Umgang mit solchen Tragödien wird in jedem Falle ein anderer sein.

Nicht zugelassen zum Training sind Personen, die aktuell illegale Drogen jeglicher Art konsumieren. Bei schweren Infektionskrankheiten ist eine Teilnahme ebenfalls ausgeschlossen; das Gleiche gilt für Personen, die sich mehrfach in psychiatrischer Behandlung befunden haben. Die Gruppe kann kein Ersatz für psychiatrische oder medizinische Behandlung sein. Wenn sich ein Interessent für unser Training gerade in einer Therapie befindet, muss er zuerst sowohl mit seinem Therapeuten als auch mit dem Veranstalter klären, ob eine Teilnahme sinnvoll ist.

 

          2. Ziele der Maßnahme

Oberstes Ziel der Maßnahme ist die Prävention. Den Teilnehmern soll ein gesundheitsbewusster Umgang mit belastenden Situationen vermittelt werden. Dabei spielt die kognitive Umstrukturierung bei einer erwünschten Einstellungsänderung eine große Rolle. Es gilt alte Muster zu durchbrechen und sich ein breiteres Bewältigungsrepertoire zuzulegen.

Stressbewältigung ist dabei die am häufigsten geforderte Bewältigungskompetenz. Die individuelle Maßnahme macht es sich zum Ziel, negative Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit aufgrund von chronischen Stresserfahrungen zu vermeiden und eben diese Kompetenz zu stärken, um eine möglichst hohe Flexibilität im Umgang mit Stressbelastungen an den Tag zu legen.

Dabei muss eine grundlegende Änderung von persönlichen Motiven, Einstellungen und Bewertungen erfolgen, bezogen auf situationsübergreifende, gewohnheitsmäßige Bewertungsmuster. Diese Änderung bewusst zu machen, kritisch zu reflektieren und in stressvermindernde Bewertung zu transformieren, ist das Ziel von Interventionsansätzen der Maßnahme.

Ein weiteres Ziel besteht in der Vermittlung psychophysiologischer Entspannungsverfahren, z.B. von Meditations- und Atemtechniken. Damit wird eine gesundheitsfördernde Gestaltung des Lebensraumes der Individuen initiiert und die Aktivitäten münden in einer anhaltenden Verstetigung des Prozesses.

Außerdem werden selbstbehauptendes Verhalten geübt und sozial-kommunikative Kompetenzen, wie die Inklusion der verschiedenen Kulturen, Nationalitäten und Werte erlernt. Der Teilnehmer erwirbt die Fähigkeit zur Selbstregulation von psychosomatischen Stressreaktionen. Das bedeutet, dass es dem Teilnehmer im Laufe des Trainings zunehmend leichter fällt, auch bei schwierigen äußeren Bedingungen, Entspannungszustände selbst herbeizuführen.

 

Das Aufnahmeverfahren

 

Ausschlusskriterien sind:

Aktueller Drogenkonsum; Bereitschaft zu Anwendung von körperlicher Gewalt während des Trainings; psychische Krankheiten, die nicht vorher mit einem Facharzt besprochen worden sind; laufende Strafverfahren; Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung oder Bande; Nichtachten des Grundgesetzes der BRD; und schließlich, das Missachten von Hausregeln.

 

  1. Programminhalte des Trainings

Jede Trainingseinheit ist ein Teil des Symyou-Kompetenztrainings. So gehört zur Therapie, dass jedes einzelne Wochenende oder jeder Workshop z.B. eine Station im Leben eines Menschen, in einem Programm, das die Lebensabschnitte vom Säuglings- bis zum reifen Alter durcharbeitet, darstellt. Mit anderen Worten, es werden sämtliche Stufen des Lebens chronologisch durchschritten. Extramodule je nach entsprechender Dynamik der einzelnen Gruppe wären denkbar:

  • Säuglingsalter

„Welche Entscheidungen habe ich unbewusst in meinen ersten Lebenswochen fürs Leben getroffen?

Was davon brauche ich noch, was nicht?"

  • Kleinkindalter, Ablösungsprozesse

„Wie gingen die ersten Schritte in die Selbständigkeit vonstatten?"

  • Kommunikation – Interaktion

„Was sage/meine ich und was sagt mir der andere wirklich?" -  Das Lesen zwischen den Zeilen.

  • Umgang mit Autoritäten

„Die ständigen Fragen: Wann begehre ich auf? Wann beuge ich mich?"

  • Sexualität/Partnerschaft

„Was haben meine Eltern mir vorgelebt und in wie weit beeinflusst dies mein heutiges Beziehungsleben?"

  • Selbstbild-Fremdbild

„Wie sehe ich mich selbst? Wie sehen mich andere?"

  • Verantwortung übernehmen

„Wie und warum treffe ich Entscheidungen für mich und andere?"

  • Körpersprache

„Was zeigt mein Körper mir und was den  anderen? Was brauche ich in meinem Leben wirklich?"

  • Stärkung der Wahrnehmungsfähigkeit / der emotionalen Intelligenz

„Wie geht es mir, wie geht es anderen?"

  • Ressourcenarbeit / Bühne des Lebens

„ Wie bewusst bin ich mir meiner Fähigkeiten und Stärken?"

 

Die Themen können nach Bedarf variieren oder abgewandelt werden. Das Grundkonzept des Trainings besteht seit 2004. Im Jahre 2007 wurde es weiterentwickelt und kontinuierlich adaptiert. Wir passen das Training den Bedürfnissen unserer Teilnehmer an. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass allerneueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse in unser Training miteinfließen.

Die Themenwochenenden wiederholen sich im Einjahresrhytmus.

 

  1. Struktur/Rahmenbedingungen

Die reinen Arbeitsstunden ohne Pause der einzelnen Workshops und Wochenenden sind jeweils in der Ausschreibung angegeben.

Der wegen der Aufsichtspflicht notwendige Bereitschaftsdienst ist 29 Stunden pro Wochenende im Einsatz. Wahlweise kann anstatt von sämtlichen Wochenenden einer Phase auch eine ganze Woche am Stück angeboten werden. Die Gruppeneinheit besteht aus einem Begleiter und maximal vier Teilnehmern. In der Regel können pro Wochenende mindestens fünf Begleiter und zwei Trainer anwesend sein. Der Betreuerschlüssel für noch Minderjährige und Weisungsbefugte beträgt jeweils 1:4. 

 

  1. Vorgespräche
  2. Aufnahmegespräch
  3. Wochenendgruppe
  4. Einzelgespräche
  5. Kleingruppen
  • Erstkontakt zwischen Teilnehmern und Gruppenleiter/Trainer
  • Telefonische Terminvereinbarung durch den Teilnehmer
  • Schweigepflichtentbindung gegenüber dem Helfersystem
  • Vorbereitung auf die Wochenendgruppe
  • Soziales Training
  • Therapeutische Arbeit und Nachsorge
  • Nachsorge und Interaktion mit anderen Teilnehmern

 

 

Ablauf eines Wochenendes

Freitag

18:00 Sanfte, körperorientierte Abendmeditation

19:00 Abendessen / Pause

21:00 Beginn Abendsitzung (Sharing, evtl. Gruppenarbeit oder Übung)

23:00 Ende

 

Samstag

07:00 Ausdrucksintensive Morgenmeditation mit sportlichen Elementen

08:30 Frühstück / Pause

10:00 Gruppenarbeit, Mitteilungsrunde, Einzelarbeit oder Übungen (z.B. Psychodrama, Gruppenrollenspiel etc.)

13:30 Mittagessen

14:00 Pause

16:00 Themenbezogene Übungen, Ausdrucksarbeit

18:00 Sanfte, körperorientierte Abendmeditation

19:00 Abendessen / Pause

21:00 Gruppenarbeit oder Übungen

23:30 Ende

 

Sonntag

07:00 Sportliche Elemente enthaltende, ausdrucksintensive Morgenmeditation

08:30 Frühstück / Pause

10:00 Gruppenarbeit oder Übungen

13:00 Mittagessen / Pause

14:00 Abschlussrunde mit anschließender Verabschiedung bei Kaffee & Kuchen

15:00 Ende des Wochenendes.

 

Wochenendtraining

Das Wochenendtraining ist eine ausgewogene und bewährte Mischung aus verschiedenen Techniken und Methoden, die alle aufeinander abgestimmt sind und sich in ihrer Wirksamkeit unterstützen. Dabei ist festzuhalten, dass hier aus den Gesamtkonzepten der bereits bestehenden Methoden aus der Suchtprävention und Traumatherapie wie Psychodrama oder Gestalttherapie nur Teile entnommen wurden, die jetzt jedoch in einem völlig neuen Bezug zueinander stehen. D. h. die genannten Techniken existieren im Zusammenhang mit den üblichen Therapieformen zwar schon, haben aber in Verbindung mit den anderen Elementen aus ähnlichen Therapieformen eine andere Wirkung als in der bereits bestehenden ursprünglich beabsichtigt. Alle Bausteine sind mit Bedacht ausgewählt und bereits langjährig erprobt. Hinzu kommen andere Faktoren wie z. B. die vegetarische, leichte Vollwertkost und der wenige Schlaf, der das Erleben der eigenen Emotionen potenziert.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Körpersprache

Für das körperliche Erscheinungsbild eines Menschen werden heutzutage fast ausschließlich genetische Anlagen verantwortlich gemacht. Im Ansatz der Körpersprache im Sinne dieses Trainings wird jedoch auch davon ausgegangen, dass körperliche Auffälligkeiten ein Indikator für Blockaden, frühere unbewusste Entscheidungen in der Kindheit oder unterdrückte, unerwünschte Seiten unserer Persönlichkeit sein können, um nur einige Beispiele zu nennen. Hierbei kann die Gruppenleitung auf eine umfangreiche Erfahrung beim Erkennen und Deuten von solchen Hinweisen zurückgreifen.

Solche Auffälligkeiten müssen nicht unbedingt so gravierend sein, dass man sie auf den ersten Blick erkennt. Ein geschulter Blick erkennt z. B. spannungsgeladene Körperbereiche, die zu einer fehlgebildeten Haltung geführt haben oder führen können. Hochgezogene Schultern als unbewusste Schutzhaltung, vorgezogene Schultern als Zeichen für Verschlossenheit, ungleichmäßig ausgeprägte Körperhälften, unerklärbare Schmerzen in den unterschiedlichsten Körperbereichen, Hautkrankheiten als Kontaktschwierigkeiten und schließlich Autoimmunerkrankungen als Aggression gegen sich selbst, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus dem Psychodrama

Der Teilnehmer bekommt an bestimmten Wochenenden Rollen (z. B. Umgang mit Autoritäten, Selbstbild-Fremdbild) zugeteilt, die sehr unterstützend auf den Trainingsprozess einwirken. Wir lernen bereits früh soziale Rollen, die uns als Individuum und in individuellen Situationen nicht gerecht werden können. Diese führen häufig zu extremen Stresssituationen, von denen das Individuum glaubt, sie nicht bewältigen zu können. Die neuen Rollen, ob zugeteilt oder selbst gewählt, durchbrechen diese festgefahrenen Strukturen oder halten sie uns auf überzogene Weise vor Augen. Hierbei wird, ohne dass dies dem Teilnehmenden bewusst wird, ein Hilfs-Ich aufgebaut, welches ihm ermöglicht, noch einmal Gefühle oder Erinnerungen von damals aus der Kindheit aus dem Unterbewusstsein zu holen und damit greifbar zu machen. Mit diesen Gefühlen kann dann gearbeitet werden. Dies ist übrigens ein besonders effektives Mittel um eine Verhaltensänderung zu initiieren, etwa um Verständnis für Mitmenschen verschiedener Nationalitäten oder mit Migrationshintergrund zu entwickeln.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Bioenergetischen Körperarbeit

Bei der bioenergetischen Körperarbeit geht es schwerpunktmäßig darum, zur Ruhe zu kommen, sich zu `entstressen`. Empfindungen und Gefühle stehen hier im Mittelpunkt. Es wird in diesem Modul mit Entschleunigung gearbeitet, d.h. sämtliche Sinne werden auf eigene Körperreaktionen fokussiert.

Die Bioenergetik ist ein psychotherapeutisches Konzept, in dem körperliche Phänomene des Widerstands wie Haltung, muskuläre Verspannung, Gefühlsausdruck und Atmungsmuster nach ihrer Prägung in der Kindheit geordnet werden. Dazu werden Übungen gemacht, die sich auf körperlich Wahrnehmbares und somit Erlebbares richten. Man kann die Bioenergetik als die „praktische" Konsequenz der Körpersprache sehen. Der Hintergrund dieser Übungen ist dabei ein Muster aus der Kindheit, das viele in ihr Erwachsenenleben übernehmen. Als Kind, vor allem als Säugling, bin ich vom Wohlwollen meiner Eltern abhängig, die für mich und für mein (nacktes) Überleben sorgen. Verlassen mich meine Eltern, muss ich alle Ressourcen dafür aufwenden, um Anerkennung von solchen Menschen zu bekommen, von denen ich glaube, dass sie mein Überleben sichern. Doch für einen erwachsenen Menschen kann dies kein gesundes Verhalten sein. Da, wie häufig zu beobachten ist, sich Störungsbilder wie Bindungsstörungen, Phobien, Neurosen oder anderen Anormalien einstellen können. 

Eine bioenergetische Übung arbeitet mit Anleitung zu Körperaktionen (Atmung, Bewegung, Haltung) und Interventionen am Körper (Berührung, Druck, Zug), was es dem Teilnehmer ermöglicht, über die körperliche Empfindung wahrzunehmen und diese Wahrnehmungen dann zu verbalisieren.

Es geht hier um die Verknüpfung von körperlichen Erregungszuständen mit als traumatisch empfundenen Erlebnissen aus der Kindheit. Als Kind empfand der Teilnehmer zum Beispiel Gefühle der Ohnmacht, der Verzweiflung oder der Angst verlassen zu werden, weil ein Elternteil nicht mehr da war (Tod, Scheidung etc.). Indem Trainer und Teilnehmer nun diese Erlebnisse wieder aufgreifen und sie den eigenen Ressourcen des Teilnehmers gegenüberstellen, bewirken sie neue positive Verknüpfungen, die ein Verarbeiten der alten Traumata unterstützen.

Dieses Modul kann als notwendige Vorbereitung auf das später noch folgende Trauma-Modul angesehen werden.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Primärtherapie 

Primärtherapie ist eine Behandlungsmethode, die auf der Annahme basiert, dass frühe, als Katastrophen erlebte, schmerzhafte (traumatische) psychobiologische Erfahrungen oder Reizüberflutung im frühen Leben einen massiven Einfluss auf das sich entwickelnde Gehirn hatte. Solche Erlebnisse müssen aus der Sicht eines Erwachsenen nicht unbedingt katastrophal sein, es reicht teilweise schon das frühkindliche Erlebnis des Säuglings, der schrie und dessen Eltern nicht oder erst nach geraumer Zeit reagierten.

In unseren Wochenenden wird daran gearbeitet, solche Traumatisierungen wieder ins Bewusstsein zu bringen und die daraus entstandenen psychischen Abwehrmechanismen zu überwinden. Gemeint sind jene Abwehrmechanismen, die in der eigenen Biografie überlebensnotwendig waren, heute jedoch für den Teilnehmer nicht mehr adäquat sind.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus dem Encounter

Der Encounter ist ein personenzentrierter Ansatz, der die gegenseitige Wertschätzung fördert. Dabei ist das Prinzip der Aktualisierungstendenz wichtig, das besagt, dass der menschliche Organismus nach Entfaltung seiner körperlichen, seelischen und geistigen Möglichkeiten strebt, um bedingungslose positive Wertschätzung zu erhalten, jeweils unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität. Ist eine solche Wertschätzung nicht gewährleistet, versucht der Mensch nahezu Alles, um seine Existenz und Selbstachtung aufrecht zu erhalten, koste es was es wolle. So etwas führt zu Blockierungen, Störungen und Hemmungen sowie Destruktion sowie irrationalem und asozialem Verhalten, kurzum zu all dem, was nicht gesellschaftlich als normkonform angesehen wird. Um eine solche Wertschätzung anzunehmen, wird der Teilnehmer in direkten Kontakt mit seinen eigenen Emotionen und denen anderer Menschen gebracht, wobei in diesem Moment lediglich die Gegenwart im Hier und Jetzt gesehen wird. Dies macht die eigenen Gefühle bewusst und fordert ein gegenseitiges Zuhören und Verstehen.

Organisatorisch ist der Encounter vor allem während der Gruppenarbeit bzw. der Mitteilungsrunde anzusiedeln. Dabei sitzt die Gruppe im Kreis auf Sitzkissen, die Leitung und die Trainer-Assistenten sitzen am Kopf des Kreises, vor sich eine Fläche aus zwei Matratzen.

Sollte im Laufe der Rückmelderunde ein Teilnehmer starke Emotionen durchleben, so kann er mit seinem Thema in die Mitte treten und es mit dem Trainer vor der Gruppe bearbeiten. Dabei dient die Gruppe als Unterstützer und es hat jeder Teilnehmer, der sich von dem Thema ebenfalls berührt fühlt, die Möglichkeit, selbst in die Mitte zu treten.

Das Alles erfordert von der Gruppenleitung und deren Team eine im höchsten Maße ausgeprägte Kompetenz, um mit den teilweise heftigen Reaktionen der Teilnehmer umzugehen.

Die Gruppenmitglieder werden zudem noch von der Leitung angehalten, darauf zu achten, welche ungehemmten Aggressionen, Sympathien und Antipathien bei ihnen auftreten und wie diese sich bei ihnen äußern. Ein dadurch entstandener Nebeneffekt ist das ungefilterte, ehrliche Feedback der Teilnehmer untereinander. Die Teilnehmer lernen eigene Gefühle besser zu artikulieren und die der anderen verstehen zu lernen, was bedeutet, dass sie auch mit vermeintlichen Kränkungen besser umgehen. Es folgt in der Regel ein Versöhnungsritual (z.B.: „Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe." Etc.)

  

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie bietet ein ganzes Spektrum an Selbsthilfemethoden. Hauptsächliches Ziel dabei ist die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten und das Entdecken der eigenen Potenziale zur verbesserten Selbstregulation. Die Schwerpunkte liegen dabei weniger auf Handlungsmustern der Vergangenheit, als auf dem gegenwärtigen Verhalten; ausgegangen wird davon, dass Verhaltensweisen erlernt und auch wieder verlernt werden können. Es werden hier somit Verhaltensstörungen als Resultate von Lernprozessen gesehen.

Beabsichtigt wird, neue Lernprozesse in Gang zu setzen und unter Verwendung von Lernprinzipien Veränderungen zu erreichen, was eine hohe Flexibilität und eine schnelle Verhaltensanalyse von Seiten der Gruppenleitung erfordert, da die Strategie für jeden Teilnehmenden individuell angepasst werden muss. Damit ist nicht nur das beobachtbare Verhalten gemeint, sondern auch Gefühle, Gedanken und körperliche Prozesse, sowie Einflüsse des erweiterten Umfeldes, z. B. Familie, Arbeitskollegen, Freunde und Bekannte. Es wird eine Zielfindung mit dem einzelnen Teilnehmenden angestrebt, wobei stets die Realisierbarkeit der Ziele gewährleistet werden sollte.

 

Verfahren der Verhaltenstherapie sind unter anderem:

  • Konfrontationsverfahren (klassische Konditionierung, paradoxe Intervention)
  • Operante Verfahren (Positive Verstärkung, Aufbau von Selbstbewusstsein)
  • Kognitive Ansätze (Wie ordnet und bewertet die Person die Realität?
    Wie strukturiert sie ihre Erfahrung? Gibt es inadäquate Selbstinstruktion?)

 

Eingesetzte Techniken der Meditation

Die Meditationen, die jeweils für 07:00 Uhr und für 18:00 Uhr angesetzt werden, sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. In beiden Übungen geht es vor allem um die Reinigung und Aktivierung neuer Energiereserven. Dabei handelt es sich bei der Morgen- wie bei der Abendmeditation um Bewegungsmeditationen. Die morgendliche ist dabei körperlich anstrengender und sie umfasst auch eine kathartische Phase, während die abendliche etwas sanfter ausfällt und der eigenen Zentrierung dient.

Heutzutage leben viele Menschen sozusagen fast am Rand ihrer psychischen Belastbarkeit. Wir leben heute in einer hoch technisierten Welt, die kaum Zeit lässt für zwischenmenschliche Beziehungen. Vielmehr sind wir permanent durch Unsicherheit des Arbeitsplatzes, Terminstress, Karrieresorgen, finanzielle Belastungen, Beziehungskonflikte, Anonymität unserer Gesellschaft, Tendenz zur Vereinsamung, möglicherweise auch noch durch eine belastete Biografie, durch Furcht vor Umweltkatastrophen oder Wirtschaftskrisen, sowie durch Freizeitstress gefordert. Hinzu kommt noch, dass ungeachtet dieser Sorgen und Ängste von uns Selbstsicherheit erwartet wird; man soll „gewinnend" wirken, um erfolgreich zu sein. Die Aufrechterhaltung einer derartigen Maske kann viel Energie kosten und auf Dauer krank machen.

Die Meditationen dauern etwa eine Stunde. Dabei gibt es Phasen, in denen der Teilnehmende, ebenso wie im Sport, seinen Körper wesentlich intensiver spürt als sonst, und sich nicht mehr so stark auf das konzentriert, was in seinem Kopf vorgeht.

Die Technik hierbei ist, jetzt bewusst die eigenen Gedanken und Gefühle zu beobachten. Dabei kommt es dazu, dass sich der Meditierende plötzlich nicht mehr in der Opferrolle, sondern in der eines Beobachters wiederfindet. Die Perspektive verschiebt sich und man sieht plötzlich nicht nur das, was einem angetan wird, sondern auch, was man selbst zu seinen Schwierigkeiten beigetragen hat. Es findet ein Moment meditativer Klarheit statt.

Untermalt werden die Meditationen von passender Musik oder Stille. Die Meditation ist eine hervorragend geeignete Technik, die auch selbständig im Alltag durchgeführt werden kann.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Klientenzentrierten Gesprächstherapie

Diese Form der Gesprächstherapie ist, wie der Encounter, auf der Aktualisierungstendenz aufgebaut. Dabei muss der Gruppenleiter dem Ratsuchenden gegenüber eine bedingungslos positive Wertschätzung einnehmen, über Empathie verfügen und Authentizität in seiner Haltung, d. h. Wahrhaftigkeit gegenüber dem Klienten, ausdrücken.

Bei dem Gespräch muss die hilfesuchende Person mit ihren Gefühlen, Wünschen, Vorstellungen und Zielen im Mittelpunkt stehen. Die Sichtweise des Gruppenleiters sollte in den Hintergrund treten und Ratschläge, und Bewertungen sind weitestgehend zu vermeiden. Dadurch wird der Teilnehmende immer mehr in seine eigene Wahrnehmung geführt, bis hin zu den Antworten, die im Alltag auszusprechen ihm der Mut fehlt. In der vertrauensvollen, angstfreien Atmosphäre kann er dann mit Unterstützung der Gruppe kreativ an der Lösung seiner eigenen Probleme arbeiten.

 

Eingesetzte Techniken und Methoden aus der Aufstellung

Zur Methodik einer Aufstellung gehört gewöhnlich, dass ein Teilnehmender einen Vertreter für bestimmte soziale Situationen (z.B.: Vater, Mutter, Geschwister etc. darstellend) wählt, benennt und diese dann intuitiv im Raum platziert. Es folgt eine Befragung der Vertreter („Wie geht es dir in dieser Position?"). Dem Teilnehmenden können damit die Dynamiken des nachgestellten Systems klar gemacht werden und der Teilnehmende ist nun in der Lage diese Dynamiken als gleichsam Außenstehender zu betrachten. Hierbei wird in der Regel auch auf die Ressourcen der Gruppe zurückgegriffen.

 

Eingesetzte Technik des Sharing und der Mitteilungsrunde

Hier teilt sich der Teilnehmer mit, wie es ihm geht, wie er heute in der Gruppe angekommen ist, bzw. ob er an einem aktuellen Problem arbeiten möchte. Im Unterschied zum Sharing hat der Teilnehmer in der Mitteilungsrunde die Möglichkeit sich aus der Gruppe ein Feedback, und von der Leitung eine Rückmeldung zu holen.

 

Kleingruppe

Kleingruppen sind Meetings, die verschiedene Teilnehmer des Trainings autonom zwischen den Wochenendtrainings veranstalten. Hierbei teilen sich die regulären Teilnehmer selbst ein und vereinbaren selbständig Treffen. Bei Bedarf laden sie erfahrene Trainer-Assistenten (Tutoren) mit ein. In solchen Kleingruppen ist Raum und Zeit für Nachsorge und Interaktionen. Sollte aus den Wochenenden etwas „nachhängen“ oder eine akute Situation im Alltag aufgetreten sein, die den Teilnehmer belastet, besteht hier die Möglichkeit solche Dinge anzusprechen, bzw. sich Rückmeldung aus der Gruppe zu holen. Besonders in der Anfangsphase des Trainings erweist sich dies als ausgesprochen wünschenswert.

Ein Ablauf könnte in etwa so aussehen:

  • Begrüßung
  • Kurze Mitteilungsrunde von jedem („wie geht es mir?“)
  • Kurze Rückmeldung der anderen Teilnehmer, nach Bedarf
  • Gemeinsames Essen (Kaffee, Kuchen, Abendessen)
  • Verabschiedung; evtl. gemeinsame Unternehmung

Der Ablauf kann variieren, da er sich auch nach den Bedürfnissen der Teilnehmer richtet. Im Laufe eines Wochenendtrainings werden unterschiedliche Themen angesprochen. Neue Erkenntnisse stehen oft im Widerspruch zum Alltag der Teilnehmer, der oft durch eingefahrene Verhaltensweisen bestimmt wird. Wir ermutigen in unseren Trainings dazu, „Masken“ abzulegen, authentisch zu werden und zu sich selbst zu stehen.

Ohne eine geeignete Nachsorge im Laufe des Trainings bestünde die Gefahr, dass ein Teilnehmer die positive Wirkung des Trainings oder gar seine Identität, bezogen auf sein gesellschaftliches Umfeld, in Frage stellt, wenn die im Laufe des Lebens festgefahrene und/oder konstruierte Persönlichkeit auf einmal an Einfluss verliert. Hier greift die Kleingruppe, die bewusst zwischen den Wochenenden platziert ist und somit mitten im Alltag der Teilnehmer steht. Die Kleingruppe reflektiert und ihre Mitglieder geben sich gegenseitig Sicherheit. Dies ist für die jüngeren Teilnehmer besonders wichtig, vor allem wenn diese noch in der Pubertät stehen, in der weder die Persönlichkeit noch das Selbstbewusstsein ausreichend gefestigt ist.

 

Trainer-Assistenten

Die Trainer-Assistenten sind ein elementarer Bestandteil unseres Trainings. Alle Trainer-Assistenten haben das Training erfolgreich (mit mindestens 480 Seminarstunden) durchlaufen und sich durch regelmäßige Fortbildung, für ihre Arbeit weiterqualifiziert. Das Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit sich abzugrenzen (Psychohygiene), die die Trainer benötigen, sowie ein hohes Maß an Empathie gehören ebenso zu ihren Qualifikationen, wie eine hohe Präsenz in der Gruppe. Durch eigene Erfahrung und mehrfach erlebte eigene Gruppenprozesse sind die Trainer-Assistenten in der Lage den Gruppenteilnehmern bei Bedarf emotionalen Halt zu geben. Sie geben der Gruppenleitung auch Rückmeldungen, über Beobachtungen in der Gruppe. Zu ihren Aufgaben gehören, unter anderem die regelmäßige Teilnahme an den Kleingruppen und den Meetings mit der Leitung (Staff). Die Trainer-Assistenten übernehmen auch organisatorische Aufgaben. Während der Gruppenübungen können sie kurze Darbietungen der dramatischen Elemente (Schauspiel) einer Übung vorführen. Die Trainer-Assistenten unterstehen ebenso wie Trainer und Teilnehmer der Schweigepflicht.

Die Grundhaltung der Trainer

  • Wir sprechen alles an, was war; "Schwamm drüber" ist nicht unser Ding.
  • Wir lassen uns nicht in Vertraulichkeiten verwickeln.
  • Wir werden Dich nicht entwerten.
  • Wir helfen Dir, Dich in Frage zu stellen und wir werden Dich dabei unterstützen.
  • Wir glauben, dass Veränderung möglich ist.
  • Wir glauben nicht an eine Veränderung von heute auf morgen.
  • Wir trennen Mitgefühl von Mitleid.
  • Wir glauben nicht daran, dass Dein Heilungsprozess die Vergangenheit ungeschehen macht.
  • Wir nehmen Dich ernst.

 

 Angewandte Methoden

1) Hypothesen bilden, die revisionsfähig bleiben sollen (= prozesshafter Weg zur Entschlüsselung der »Sprache des Symptoms«) Um was geht es wirklich? Alles »Nebensächliche« gilt es wegzufiltern

2) Zirkuläres Fragen

3) Reframen (Verhalten in einen »neuen Rahmen« stellen; einen »neuen Blick« auf die Verhaltensmuster/Erfahrungen erarbeiten)

4) Technik der »Verwirrung« in Form von:

  • Unterbrechung: Durchbrechen allgemeiner Erwartungshaltungen, überraschende Bemerkungen, Verhaltensstereotype wie Lachen in bestimmten Situationen verweigern und dann darüber reden etc.
  • Überlastung: Anbieten widersprüchlicher Sichtweisen / Überangebot an Instruktionen; Beschleunigung der Sprechgeschwindigkeit etc.

5) Einstreu-Technik

   Arbeiten mit Metaphern, Geschichten, Fabeln, Ironie und Humor, Symbolen  

6) Skulpturarbeit in verschiedener Form:

   - als »Familienstellen« Gruppen- bzw. als Team-Skulptur

   - als »Teile-Skulptur« Gefühle stellen: z. B. Angst, Trauer, Sehnsucht, Wut, Hass usw.

7) Symptomverschreibung / Paradoxe Intervention wirken nur, wenn sie beim Teilnehmer Widerspruch auslösen!

8) Technik der Nichtdissoziation

Dem Teilnehmenden wird ermöglicht, die Abspaltung wahrzunehmen und ihr entgegenzuwirken. (Dissoziation = Abspalten von körperlichen, räumlichen und zeitlichen, als Katastrophen empfundenen, Erfahrungen)

9) Trancen /»Hypnotherapie «Projektive Techniken / Technik der »halben Sätze«
    (ich weiß nicht, ob du schon mal daran gedacht hast...)

10) Feedback (z.B.: Wie geht es dir / euch? Ich wünsche mir von dir / euch...)

11) Arbeiten mit »kreativen Mitteln« z. B. Malen, mimetische Ausdrucksformen, Musik

12) Spezifische Fragetechnik
Keine „Warum“ - Fragen! Sie provozieren nur unnötige Rechtfertigungen, veranlassen den Teilnehmenden zu Rationalisierungen und verstärken den Widerstand gegen Veränderungen. Stattdessen mit „Wie“-Fragen arbeiten: (Wie  hast du dich gefühlt, als...; Was ändert sich für dich, wenn...; Wenn du feststellst, dass ... wie ist das für dich?)

Alle diese Methoden zielen darauf ab, die »Systemdynamik« hinter Verhaltensmustern bzw. »Problemen« erfahrbar und sichtbar zu machen – sowohl für die Teilnehmer als auch für den Gruppenleiter.

 

Die Angebote von Symyou

Alle Angebote von Symyou können einzeln gebucht werden. Die Eigenarbeit intensiviert sich mit der Anzahl der absolvierten Veranstaltungen. Ein Wochenende beginnt jeweils am Freitagabend und endet am Sonntagnachmittag (genaue Zeiten bitte den jeweiligen Ausschreibungen entnehmen!). Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung können je nach Veranstaltungsort variieren. Zwischen den Veranstaltungen finden auf Wunsch der Teilnehmer gewöhnlich Kleingruppen statt. Die Tutoren (Gruppenassistenten) haben mindestens 2 Jahre Erfahrung und sind für ihre Aufgaben besonders geschult. Drei Team-Meetings sowie ein internes Trainer-Assistenten-Gruppenmeeting an den Gruppenwochenenden gehören ebenfalls zum Standard.

 

Begleitet wird das ganze Training durch ein intensives pädagogisches und therapeutisches Setting.

Dieses Setting gewährleisten ein hoher Personalschlüssel von 1:4, ein nicht nur konfrontativer Ansatz, sowie die intensive Nutzung der Ressourcen der Teilnehmer. Die Trainingseinheiten bewirken langfristige, und vom Teilnehmer gewünschte Verhaltensveränderungen. Sie zielen letztendlich auf die Festigung des Erlernten ab.

 

Qualitätssicherung

Unsere Qualitätssicherung garantieren sowohl die Supervision als auch Teammeetings, die während des Trainings stattfinden.
Nicht nur die Trainer, sondern auch die übrigen Teammitarbeiter verfügen über diverse Zusatzqualifikationen (siehe Teamqualifikation).

Während der Teammeetings werden der Projektablauf und dessen Ergebnisse regelmäßig reflektiert und bewertet. Vor und nach den Wochenenden trifft sich das Leitungsteam, um den Projektverlauf und die Ergebnisse zu reflektieren, zu bewerten und den weiteren Verlauf zu planen. Außerdem werden drei bis vier Mal pro Jahr projektbegleitende Supervisionssitzungen abgehalten.

 

Teamqualifikation
Die Teammitarbeiter, einschließlich der Leitung, verfügen über folgende Ausbildung bzw. Qualifikationen:

Anerkannte Abschlüsse in Einzel-, Paar- und Familientherapie, Sexualtherapie, Systemischer Sexualtherapie, Suchttherapie, Traumatherapie, Psychotherapie.

Sie sind Coolness Trainer, Anti-Aggressions-Trainer, Meditationsleiter, Heilpraktiker, Spezialisten für Psychodrama.

Sie besitzen u.a. folgende Nachweise: Trainerschein C Jugend Judo, Trainerschein C Jugend Basketball, Trainerschein Breitensport, eine Projektmanagementzertifizierung nach GPM (Gesundheits- und Pflegemanagement) sowie Ersthelferausbildung.

 

Vertrag mit den Teilnehmern

Zwischen den Teilnehmern und dem Trainer wird ein Vertrag geschlossen. Dieser enthält, neben den allgemeinen Vorgaben, mit dem Teilnehmer abgesprochene, individuelle Vereinbarungen. Es gelten auch hier die Teilnahmebedingungen der Homepage (Button: Home).

Verantwortlich Ulrich Floßdorf 

 

Es ist grundsätzlich untersagt Textinhalte oder Aussagen zu Symyou, zu den Gruppen, wie zum Beispiel der Sozialkompetenzgruppe oder dem JAAT-SKT® - Training sowie Inhalte von dieser Homepage (Symyou.de) ohne schriftliche Einverständnis des Rechteinhabers zu vervielfältigen, weiterzuleiten und/oder anderweitig zu nutzen.

Verantwortlich Ulrich Floßdorf 

 

Zu den Voraussetzungen für die Teilnahme an unserem Training gehört eine vom Teilnehmer unterschriebene Liste der Teilnahmebedingungen.

 

 

 

 

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